Alpinen Wiese

Keine Kühe, kein Mähen... und doch endet der Wald hier. An diesen steilen Hängen sind es die Elemente selbst, die die Konturen der Landschaft zeichnen.

Die starke Neigung des Geländes verursacht jeden Winter Schneerutsche, manchmal begleitet von Steinschlägen im Frühjahr. Diese Störungen verhindern auf natürliche Weise, dass sich junge Bäume dauerhaft ansiedeln können. Wo der Wald zurückweicht, übernehmen andere Pflanzen: Eine vielfältigere Krautflora besiedelt die frei gewordenen Flächen. Es ist auch wahrscheinlich, dass dieses Grundstück früher trotz der schwierigen Zugänglichkeit und der anstrengenden Arbeit gelegentlich gemäht wurde.

Der Boden variiert stark von Ort zu Ort. Manchmal ist er tief und reichhaltig, speichert Feuchtigkeit und beherbergt anspruchsvolle Pflanzen. An anderen Stellen ist er trocken, steinig und nährstoffarm. Andere, weniger anspruchsvolle Arten siedeln sich dort an, ohne der Konkurrenz der großen dominanten Arten ausgesetzt zu sein.

Diese Kontraste schaffen ein wahres Pflanzenmosaik mit wechselnden Texturen und Farben. Die Almwiesen beherbergen eine reiche, manchmal seltene Flora, aber auch eine spezialisierte Fauna: Bestäubungsinsekten, kleine Reptilien oder Vögel finden hier Zuflucht und Nahrung. Diese offenen Lebensräume spielen somit eine Schlüsselrolle für den Erhalt der Artenvielfalt in den Bergen.

Junge Bäume kolonisieren das Feld.
Während des Winters werden junge Bäume durch Schnee und Felsen beseitigt.
In den freigelassenen Bereichen gedeiht eine reiche Flora.