Pâturage alpestre

Hier verbirgt sich hinter der scheinbaren Ruhe der Weide eine lebhafte Dynamik. Jeden Sommer prägt das Vieh die Vegetation und trägt entgegen allen Erwartungen zu ihrer Vielfalt bei.

Auf dieser Weide spielt das Vieh eine wesentliche Rolle. Sein regelmäßiges Weiden stört zwar das Pflanzenwachstum, begünstigt aber anpassungsfähige Arten. Einige entwickeln unterirdische Stängel, andere breiten sich bodennah aus oder wachsen nach dem Abweiden schnell wieder nach. Einige vermeiden es einfach, gefressen zu werden, dank ihres bitteren Geschmacks, ihrer zähen Textur oder manchmal auch ihrer Giftigkeit.

Die Vegetation bildet so einen ziemlich dichten Rasen mit vielfältigen und farbenfrohen Arten. Der Boden, der durch die Exkremente des Viehs auf natürliche Weise gedüngt wird, bleibt für diese Vielfalt günstig. Umgekehrt würde eine Düngung oder eine intensivere Bewirtschaftung den Artenreichtum zugunsten einiger weniger dominanter Arten verringern.

Die extensive Beweidung, wie sie hier seit Jahrhunderten praktiziert wird, sorgt für ein wertvolles Gleichgewicht zwischen menschlicher Aktivität und Naturerbe.

Reichhaltige Flora vor der Ankunft des Viehs Mitte Juli.
Manche Pflanzen entfalten Tricks, um nicht abgegrast zu werden.